Beginne mit zwei Spalten: beeinflussbar und nicht beeinflussbar. Liste alles, was dich beschäftigt, ordne ehrlich zu, und formuliere für die linke Spalte eine kleine, heute machbare Handlung. Für die rechte übe Loslassen, zum Beispiel durch Atemzählung. Fünf Minuten genügen, der Ton des Tages verändert sich.
Stelle dir drei Fragen: Was habe ich gut gemacht, wo bin ich gestolpert, was lerne ich für morgen? Notiere konkret eine Tugendtat, eine Überreaktion und einen einzigen Korrekturschritt. Keine Selbstgeißelung, nur nüchterne Fürsorge. Regelmäßig angewandt, entsteht stille, belastbare Selbstachtung.
Schreibe eine Situation oben auf die Seite. Unterteile darunter in Hebel, Einfluss, Akzeptanz. Hebel bedeutet direkte Handlung, Einfluss bedeutet Beziehungspflege, Akzeptanz bedeutet Loslassen. Formuliere je einen nächsten Schritt. Der Effekt: souveräne Klarheit ersetzt Grübelschleifen, und Energie fließt dahin, wo sie zählt.
Wähle aus Mut, Gerechtigkeit, Selbstbeherrschung und Weisheit. Beschreibe in zwei Sätzen, wie diese Qualität sich heute zeigen könnte. Konkrete Verben, keine Abstrakta: anrufen, ordnen, verzeihen, pausieren. Wenn eine Entscheidung ansteht, prüfe Konsistenz mit der gewählten Qualität. Das stabilisiert innere Ausrichtung spürbar.
Skizziere kurz den Verlust dessen, was dir wichtig ist, nur um Wertschätzung zu wecken, nicht Angst. Schreibe anschließend drei Dankbarkeiten und eine kleine Pflegehandlung. Dieser Wechsel von Konfrontation zu Fürsorge erhöht Resilienz, verringert Anhaftung und stärkt die Freude am gegenwärtigen Augenblick.